Wassergewinnung

Unsere Dienstleistungen im Bereich Wassergewinnung
  • Wassererkundung: Standortsuche und Erschließung für Brunnen und Quellen
  • Erstellung von Einreichprojekten für Brunnen (Arteser, Genossenschaften)
  • Erstellung von Brunnenbestandsplänen (für Förderzwecke)
  • Pumpversuche: Durchführung und Auswertung, Beweissicherung
  • Ausweisung von Schutzgebieten nach dem Wasserrechtsgesetz

Gewinnung von Oberflächenwasser:
  • Bach- und Flusswasser:
    Die Gewinnung erfolgt über Rohrleitungen auf der Gewässersohle oder Entnahmebauwerke an den Ufern, deren Standort nach örtlichen und strömungstechnischen Gesichtpunkten so zu wählen ist, dass die Gefahr des Zutritts von verunreinigtem Wasser möglichst gering ist. Wegen der häufig ungünstigen sowie starken Schwankungen unterliegenden Wassergüte werden Bach- und Flusswasser direkt vorwiegend als Betriebswasser sowie ggf. nach Vorbehandlung zur Grundwasseranreicherung für Trinkwasserzwecke entnommen.
  • Seewasser:
    Die Gewinnung erfolgt aus stehenden oder nahezu stehenden oberirdischen Gewässern mit ausreichender Wassertiefe und geeigneter Wassergüte über in der Regel auf dem Seegrund verlegte Rohrleitungen mit Entnahmekopf, der vor Beschädigungen und Anschwemmungen zu schützen ist.
  • Talsperrenwasser:
    Zur Gewinnung dienen in Verbindung mit dem Absperrbauwerk errichtete Betriebsauslässe und Türme mit Entnahmemöglichkeiten in unterschiedlicher Stauseetiefe je nach Wassergüte.
  • Regenwasser:
    In ariden und tropischen Zonen, in Marschgebieten und auf Inseln, wo andere Wasservorkommen nicht vorhanden oder nutzbar sind, wird das auf befestigten Flächen wie Dächern, Terrassen usw. aufgefangene Niederschlagswasser in der Regel unterirdischen Speicherbecken (Zisternen) zugeführt, in denen es vor Licht und Temperatureinflüssen sowie Verunreinigungen geschützt, gesammelt, zwischengespeichert und nach Reinigung über Sandfilter zur Versorgung genutzt wird.


Gewinnung von Grundwasser

Vorarbeiten: Die Erschließung bisher nicht genutzter und der Ausbau bestehender Grundwassergewinnungsanlagen erfordern je nach den geohydrologischen Verhältnissen vielfältige Voruntersuchungen quantitativer und qualitativer Art.

  • Quellfassungen dienen der Fassung und Ableitung von Grundwasseraustritten unter oder an der Geländeoberfläche. Die Fassungsart richtet sich nach dem Quelltyp, der Mächtigkeit und den Eigenschaften der quellwasserführenden sowie der abdeckenden Bodenschichten, ferner nach dem möglichst langzeitig beobachteten Abfluss aus der Quelle (Quellschüttung).
  • Flachbrunnen, Schachtbrunnen sind die älteste Brunnenart. Sie werden durch Absenken vorgefertigter Brunnenringe aus Beton oder Aufmauern eines kreisförmigen Brunnenschachtes aus Klinker- oder Betonwerksteinen hergestellt. Schachtbrunnen dienen bei der Erschließung von Grundwasservorkommen geringer Mächtigkeit und Tiefe zugleich als Ausgleichsbehälter für Schwankungen zwischen Zufluss und Entnahme.
  • Rammbrunnen werden durch Einschlagen oder Einspülen geschlitzter Stahlfilterrohre mit Rammspitze in den Grundwasserleiter zur Gewimmung kleiner Zuslüsse bei Einzelanwesen, für vorübergehende oder Notversorgungszwecke hergestellt.
  • Bohrbrunnen als Vertikalbrunnen sind die bei weitem häufigste, von der Tiefe des Grundwasserspiegels und den Eigenschaften des Grundwasserleiters weitgehend unabhängige Art der Grundwassergewinnung. Bauelemente des Vertikalbrunnens sind
    • plattenförmige Filterboden
    • Sumpfrohr
    • Filterrohre
    • Aufsatzrohre
    • Brunnenkopf
  • Auch bei ausgedehnten Vertikalbrunnengalerien wird heute, anstelle der früher üblichen gemeinsamen Heberleitungen jeder Brunnen mit einer eigenen Pumpe ausgerüstet. Dem Nachweis der Ergiebigkeit und der übrigen verlangten Eigenschaften von Brunnen dienen Pumpversuche, die mit verschiedenen Volumenströmen auf Grund der gewählten Auswertungs- und Berechnungsverfahren entweder über kürzere Zeit (nicht stationärer Zustand) oder längere Zeitdauer bis zum Eintritt quasi stationärer Verhältnisse (Beharrungszustand) betrieben werden.
  • Horizontalfilterbrunnen eignen sich besonders zur Gewinnung großer Grundwasservolumen auf recht kleinem Raum, aus verhältnismäßig geringmächtigen, aber grobdurchlässigen Grundwasserleitern (zum Beispiel Uferfiltrat aus Flüssen und Strömen).